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    18. November 2017
    19:30
    Theater Leo 17 - Theater in der Leopoldstraße / Leopoldstraße 17, 80802 München
    Theater Magdeburg
    Kat - A: 25,00 € ; erm. 22 € Kat - B: 20,00 € erm. 17 €
    Deutsch, Ukrainisch
    Deutschland/Magdeburg
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„Warum überlebt Michailo Gurman nicht?“

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„Warum überlebt Michailo Gurman nicht?“

Theater Magdeburg (Magdeburg / Deutschland)

Liebesgeschichten aus einem multikulturellen Europa (auf Deutsch und Ukrainisch)

Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten (ohne Pause)

Altersbeschränkung: ab 16 Jahren

Regie: Stas Zhyrkov

Dramaturgie: Laura Busch

Bühne/Kostüme: Sophie Lenglachner

Mit: Kateryna Vysheva, Timo Hastenpflug, Mykola Bereza

Die junge Ukrainerin Anna soll einen Deutschen heiraten, doch ihr Herz gehört dem ärmlichen Michailo. Ihr Vater erreicht, dass Michailo in den Krieg ziehen muss. Ein gefälschter Brief, der vom im Krieg gefallenen Michailo berichtet, bewegt Anna doch dazu, auf Wunsch vom Vater den Kfz-Werkstattbesitzer Nikolaus Müller zu heiraten und nach Deutschland zu gehen. In der Autowerkstatt ihres Mannes erkennt Anna plötzlich in einem der Gastarbeiter ihre verloren geglaubte große Liebe Michailo. Das Kammerspiel verdichtet sich zu einem spannenden Psychothriller und einem bewegenden Dreiecksverhältnis mit schicksalhaftem Ausgang. Pavlo Arie erzählt von den Schattenseiten eines gut vernetzten Kontinents und dem einfachen Recht des Einzelnen auf ein klein wenig Glück im Leben.

Mit der Uraufführung von Pavlo Aries packendem Psychothriller »Warum überlebt Michailo Gurman nicht?« setzte das Theater Magdeburg die im Mai 2016 mit dem Festival »Wilder Osten. Ereignis Ukraine« begonnene deutsch-ukrainische Theaterkooperation fort. Die Produktion wird inszeniert von dem jungen Regisseur Stas Zhyrkov aus Kiew. Zwei Schauspieler aus der Ukraine und ein Ensemblemitglied des Theaters Magdeburg werden in der jeweils eigenen, aber auch fremden Sprache spielen. Unterstützt wird die Aufführung durch Übertitel. Das Theaters Magdeburg und des Golden Gate Theatre Kiew gaben das Werk bei Pavlo Arie in
Auftrag. Der aus Lwiw stammende Autor ist einer der bekanntesten ukrainischen Dramatiker und war beim diesjährigen Heidelberger Stückemarkt als Scout für das Gastlandprogramm aus der Ukraine tätig. Aries Stück basiert auf der Erzählung »Gestohlenes Glück« des ukrainischen Nationaldichters Iwan Franko und behandelt die Beziehung von Anna, Michailo und Nikolaus mit schicksalhaftem Ausgang. Pavlo Arie modernisiert den bekannten ukrainischen Text und erzählt in seiner Liebesgeschichte aus dem multikulturellen Europa vom Recht des Einzelnen auf ein klein wenig Glück im Leben. Die Bearbeitung greift das schon bei Franko beschriebene ungleiche Machtverhältnis von Männern und Frauen, sowie die von Männern ausgehende Gewalt gegen Frauen auf, verlegt die Handlung jedoch in die Gegenwart und abwechselnd nach Deutschland und in die Ukraine.
Der Regisseur Stas Zhyrkov leitet seit 2014 das Golden Gate Theatre in Kiew und ist der jüngste Theaterdirektor in der Ukraine. Zhyrkov und sein Leitungsteam verschreiben sich den gegenwärtigen Theaterformen und der Modernisierung des ukrainischen Theatersystems. In Magdeburg inszenierte er bereits Pavlo Aries Drama »Am Anfang und am Ende aller Zeiten« für das Festival »Wilder Osten. Ereignis Ukraine«.